Die Dissertation
Voraussetzungen :  Thema :  Betreuer :  Zeit :  Finanzen :  Allgemeine Eckdaten


Wann fange ich mit meiner Dokrorarbeit an und wie lange dauert sie?

Viele Studenten beginnen nach dem Physikum mit der Suche nach einer Doktorarbeit, einige bereits zuvor.
Auf den ersten Blick erscheint das sehr früh.

Vergessen werden darf aber nicht, daß die Promotion, neben dem Studium durchgeführt, viel Zeit benötigt. Neben den Vorlesungen und der geplanten Promotion ist Zeit erforderlich für:

  • Vorbereitung auf die Staatsexamina,
  • Mind. 4 Monate für Famulaturen und
  • Eventuelle Auslandssemester

Also: Wer früh beginnt kommt am Ende nicht in Zeitnot!

Bis zum 2. Staatsexamen sollte man idealerweise mit der praktischen Arbeit und der ersten schriftlichen Version fertig sein, denn im PJ wird es ungleich schwerer sich die Zeit für die Doktorarbeit zu nehmen.
Wielange man braucht hängt nicht zuletzt auch vom Thema und dem eigenen Engagement dafür ab.

Ist die praktische Arbeit, die je nach Art der Arbeit recht schnell geht oder auch sehr lange dauert, erst einmal fertig, ist das "Zusammenschreiben" und Auswerten der Arbeit oft recht schnell getan. Voraussetzung ist jedoch, dass man sich regelmässig dran setzt und zügig mit dem Schreiben beginnt. Die oben genannten "Nebenbeschäftigungen" und Dinge wie Literaturrecherche, Durchhänger und sonstige Probleme verlängern meist den Zeitraum, den man für die eigene Arbeit kalkuliert hat. Aber nicht verzagen!

Hier ist ein idealer Zeitplan, der allerdings nur als Richtwert dienen soll. Viele Doktorarbeiten dauern länger, mache sind schneller fertig.


Und was ist, wenn die Arbeit fehlschlägt, ich eine Arbeit anfangen möchte, obwohl ich schon im PJ oder AIP bin oder sogar schon Arzt in Klinik oder Praxis?

Meist ist nach Abschluß des Studiums keine Zeit mehr, sich einer experimentellen oder klinischen Arbeit zu widmen. Ausweg kann eine statistische Arbeit sein, welche unabhängig von fester Anwesenheit in der Klinik oder im Labor abgeleistet werden kann.
Manchmal besteht auch die Möglichkeit, eine nicht abgeschlossene Arbeit eines Kommilitonen, der sich anders entschieden hat, zu Ende zu führen.
Gelegentlich findet sich jedoch die Chance aus dem eigenen Arbeitsgebiet in Praxis oder Klinik ein Thema für eine klinische Dissertation abzuleiten. Dies bietet sich besonders dann an, wenn die eigene Abteilung klinische Studien betreibt oder man als (niedergelassener) Prüfarzt wesentlichen Anteil an einer klinischen Studie hat. Hier lohnt es sich den Leiter der klinischen Prüfung, der meist Mitglied einer medizinischen Fakultät ist, anzusprechen, ob er eine externe Promotion unterstützen will. In diesem Falle ist von besonderem Belang, die Promotionsordnung der Fakultät des Doktorvaters zu studieren.